Kolumnist

Als Kolumnist hat man die Gelegenheit bewußte Augenblicke zu vermitteln, Augenmerk zu legen auf Wesentliches das den Alltag bereichernd in Frage stellen kann. ZUgleich bietet es auch Möglichkeit Brennpunkte der Arbeit einer breiteren Öffenlichkeit zukommen zu lassen. Hier zwei in der Welser Rundschau erschienenen Kolumnen zum Geschmack bekommen: (weitere Texte unter www.seeleneleben.at ) Lächeln Ich weis schon man hat nicht viel zum Lachen. Allerdings nur, wenn man sich von anderen, von den Umständen abhängig macht. Die Frage ist schon: „ Wer sorgt eigentlich dafür, das so viele Menschen so verbissen dreinschaun – vor allem am Arbeitsplatz.“ Einer steckt den anderen an und allen geht’s normal schlecht. Es könnte einer beginnen seine Kiefermuskel zu entspannen, etwas das `Maul aufreissen´ vielleicht sogar bis zum Einsetzen des Gähnreflexes, dann kommt ein herzhaftes Gähnen und ein kleines Lächeln erinnert daran, das ich ein freier, selbstbestimmter Mensch bin, der diesen Augenblick nützen kann, um dafür zu sorgen, das es mir wieder gut geht. Durchatmen, Lächeln und die freie Energie dieses Augenblicks gut investieren. Auch Lächeln ist ansteckend. Es muß einfach wer anfangen gute Stimmung zu verbreiten. Die Zuständigkeit für die eigenen inneren Zustände, Stimmung liegt in meiner Hand. Bei 20.000 Atemzügen pro Tag gibt es immer ein Ausatmen, Loslassen und einen Moment des Innehaltens und auch die Möglichkeit zu Lächeln. Lächeln ist ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist. Lächeln schafft Verbindung und entspannt. Wer Lächeln übt wird ein lächelnder Mensch. Viele Menschen sind so identifiziert mit ihrer Lebenssituation, dem wo sie drinnstecken, das sie ganz vergessen haben, das das Leben, mein Innenleben, mein Gutgehen unabhängig ist. Daumenhalten bringt Glück. Man muß es nur tun. So einfach ist das. Daumenhalten, Atmen, Lächeln. Einfach tun. Jetzt. Arbeitsleben In einer Aufgabe aufgehen ist schön. Sich in der Arbeit auflösen ist eine Fehlenwick- lung. „Ein Mensch sagt, und ist stolz darauf, er gehe in seiner Arbeit auf. Bald aber, nicht ganz so munter geht er in seiner Arbeit unter. (E. Roth)“ burn out ist in aller Munde und wird als Krankheit des Einzelnen abgetan aber jeder Mensch der sich ganz auf eine Sache konzentriert entwickelt sich sehr schnell, leider einseitig. Dann kommt die Korrektur-krise. Das Leben zwingt wieder in die Bahn, hin zur Selbsterneuerung. Stirb und werde heißt das bei Goethe. Und dann kommt ein neuer Mensch raus, wie neugeboren nach der Geburtskrise der Seele. Wie bei jeder Neugeburt geht die Seelenreise durch unbekannte und gefährliche Gegenden und da ist ein Lotse (Coach, Psychotherapeut) der sich auskennt schon gut. Manche brauchen heftige Stöße um aufzuwachen, manche verirren sich, manche bleiben in der Krise stecken. Die die die Neugeburt schaffen wissen wieder viel besser wer sie sind. Sie achten drauf ,das die Arbeit die sie tun auch Sinn hat für sie, sie machen ihre Aufgaben in der richtigen Art und Weise um daraus Energie zu gewinnen. Sie kennen ihre Grenzen, hören auf, wenn es genug ist, regenerieren sich in der Freizeit, wollen nicht mehr erreichen als sie können. haben gelernt sich aktiv zu entspannen. Sie Leben nicht in und mit `falschen `Beziehungen. Warum nur frage ich mich kann man das nicht rechtzeitig checken und sein Leben ändern. Für dein erstes Selbst war Gott der Schöpfer, für dein zweites bist du selbst der Töpfer. Sei du Selbst. Hier und jetzt.
2009-03-13